Willkommen
Diese Seite sammelt, was über die Familie Mirring und ihre verwandten Zweige – Drummer, Schemel, Merklein, Ziegler, Dorsch, Koster, Reuter, Kuther, Kammandel, Anastassopoulou sowie Feder, Hofmann und Dietz – überliefert ist. Grundlage ist die Familienchronik, die Rosina Feder 1934 begann und die 2006 fortgeführt wurde.
Wähle im Stammbaum eine Person und folge ihren Linien zurück, oder stöbere im Personenverzeichnis.
Die Familien im Überblick
Herkunftsorte
Familienzweige
Stammbaum
Wähle einen Familienzweig. Paare sind waagerecht verbunden, Kinder hängen darunter – so siehst du Geschwister, Cousins und Cousinen auf einen Blick. Tippe auf eine Person für Details.
Kinder
Wie sind wir verwandt?
Personenverzeichnis
Weltkarte
Wo die Familie gelebt und gearbeitet hat – von Kirchhain und Würzburg bis Arnstein, New York und Australien. Die Orte stammen aus den Personenangaben und automatisch aus den Lebensläufen. Tippe auf einen Punkt für die Personen dort.
Familiengeschichte
Stationen der Familie, wie sie die Chronik überliefert.
- um 1800
Förster in Heidingsfeld
Christian Dietz (1784–1871) lebt als Förster in Heidingsfeld bei Würzburg. Über seine Tochter Elisabeth führt die Linie zu Rosina Feder, der Verfasserin der Chronik.
Familienchronik - 19. Jh.
Wollweber in der Gerberstadt Kirchhain
Louis Mirring arbeitet als Wollweber in Kirchhain in der Niederlausitz. Nach seinem frühen Tod zieht die Witwe Wilhelmine, geb. Schemel, mit den Kindern nach Berlin. Kirchhain war damals eine Hochburg der Weißgerberei: 1875 zählte man dort rund 70 Weißgerber, und eine Fachstudie von 1913 beschreibt den Ort mit seinen etwa 80 Gerbereien als Lehrbuchbeispiel einer Gerberstadt. Das weiche Wasser der Kleinen Elster begünstigte das Handwerk. Es überrascht daher nicht, dass beide Söhne, Hermann und Richard, Weißgerbermeister wurden.
Familienchronik, S. 8 · Ortsgeschichte: siehe „Spuren und Quellen“ - 1903/04
Weißgerberei in Arnstein
Über Berlin, Würzburg (Semmelstraße), Reutlingen und Heidingsfeld kommt Richard Mirring (1865–1945) 1903 nach Arnstein an der Wern. Laut Chronik kauft er das Wohnhaus in der Grabenstraße von einem jüdischen Vorbesitzer namens Siegel. 1904 übernimmt er die Gerberei, die Franz Michael Adelmann 1883 trotz Protesten der Nachbarn eingerichtet hatte. Auch Richard baut ohne Genehmigung an und streitet deshalb 1908–1910 mit Nachbarn und Bezirksamt. In den 1920er Jahren ist er Beisitzer im Handel- und Gewerbe-Verein. Mit Katharina, geb. Drummer, hat er neun Kinder.
Familienchronik · Günther Liepert: Nachbarschaftsstreit um 1884; Handel- und Gewerbe-Verein Arnstein - 1914–1919
Interniert in Australien
Theo Mirring fährt jung zur See. Bei Kriegsausbruch wird er in Australien als „feindlicher Ausländer“ interniert, zuerst auf Rottnest Island bei Fremantle, danach im Lager Liverpool bei Sydney. Das Nationalarchiv Australiens verwahrt ein Erkennungsfoto von ihm (Serie D3597, Nr. 3354). Zurück in Arnstein spielt er im Gründungsteam des 1. FC Arnstein.
Familienchronik, Anhang Theo · National Archives of Australia · Günther Liepert: Arnstein vor hundert Jahren - 1903
Feder und Hofmann
Georg Feder und Rosina Hofmann heiraten am 20. Mai 1903. Ihre Tochter Rosa wird später Theo Mirring heiraten.
Familienchronik - 1918–1924
Lederfabrik in Wasserburg am Inn
Hermann Mirring übernimmt 1918 die Gerberei Lackenbauer am Wuhrbach (heute Rosenheimer Straße 2) und baut sie bis 1923 zur Lederfabrik aus. Dazu gehören eine Lederwarenfabrik in München und das Sägewerk Maier & Mirring in Forsting. 1922 spendet er 20.000 Mark und vier Waggons Kartoffeln, 1923 kleidet er 22 arme Schulbuben ein. In der Inflation bricht alles zusammen: Im Juni 1924 wird der Konkurs eröffnet, die Fabrik geht an die Bayerische Vereinsbank und 1927 an die Stadt.
Familienchronik, S. 8 · Historisches Lexikon Wasserburg - 1927/28
Aufbruch nach Amerika
Theo und Rosa Mirring heiraten 1927 und wandern 1928 in die USA aus, wo schon Ernst lebt; auch Emma und Rudolf gehen dorthin. Theo arbeitet als Koch im Waldorf-Astoria, betreibt eine Hühnerfarm und arbeitet mit Rosa im Hollywood Golf Club in Deal, New Jersey. Vor dem Krieg kehren beide zurück; 1945 kommt Theo in ein Rheinwiesenlager und führt danach die Gerberei weiter.
Familienchronik, S. 15 und 18 - 1934
Die Chronik entsteht
Rosina Feder schreibt die Familiengeschichte nieder – die Grundlage dieser Seite.
- 1965/66
Alfred in der Arnsteiner SPD
Alfred Mirring (1908–1967), Sohn von Richard, wird im Dezember 1965 Beisitzer im Vorstand der SPD Arnstein und kandidiert 1966 für den Stadtrat. Er stirbt im Jahr darauf.
Günther Liepert: SPD Arnstein - 2006
Fortführung
Die Chronik wird innerhalb der Familie fortgeschrieben und um neuere Generationen ergänzt.
- heute
Gemeinsam weiterschreiben
Diese Website führt die Chronik digital fort. Ergänzungen, Fotos und Quellen sind willkommen.
Forschungsplan
| # | Aufgabe | Ziel | Stand |
|---|---|---|---|
| 1 | Kirchhain: Taufen von Hermann, Maria und Richard (Archion, Taufen 1855–1873) | Eltern und Geschwister bestätigen | offen |
| 2 | Kirchhain: Trauung von Louis und Wilhelmine (Trauungen 1799–1871) | Vorherige Generation | offen |
| 3 | Heidingsfeld: Familienstandsbögen im Stadtarchiv Würzburg | Dietz, Hofmann und Feder verbinden; Datum 1830 klären | Anfrage vorbereitet |
| 4 | Dessau: Akte G 13, Nr. 955 (Gotthelf Ernst Mirring) | Möglichen neuen Zweig prüfen | Anfrage vorbereitet |
| 5 | USA: Einreise 1928 und Volkszählungen | Amerikanische Linien und Nachfahren | offen |
| 6 | Wasserburg: Gewerbe- und Sterbeakten | Hermanns Lebens- und Berufsweg | Anfrage vorbereitet |
| 7 | Familien Kammandel und Anastassopoulou | Angeheiratete Zweige ergänzen | Angaben aus der Familie fehlen noch |
| 8 | Arnstein: Meldekarten und Familienbögen im Stadtarchiv (Alfred, Antonie, Anton und Rosa Merklein, Richard und Katharina) | Alfreds Geburtsdatum und erste Ehe, Herkunft der Merklein | Anfrage vorbereitet |
| 9 | Australien: Akte D3597/3354 und Internierungsunterlagen zu Theo | Schiff, Geburtsangaben, Zeitraum | offen |
| 10 | USA: Nachrufe und Unterlagen zu Rudolf und Irene (Goshen Public Library, Orange County Historian) | Ehe, Kinder, Wohnorte in Pine Bush (NY) | Anfrage verschickt |
| 11 | USA: Volkszählungen 1930–1950, Einreise- und Einbürgerungsakten zu Ernst, Rudolf, Emma | Amerikanische Linien belegen | offen |
Spuren und Quellen
Online-Recherche vom November 2026. Zu den Personen selbst gibt es im Netz kaum Einträge, die Ortsgeschichte bestätigt aber die Überlieferung der Chronik.
Kirchhain, die Gerberstadt
- Das heutige Doberlug-Kirchhain (seit 1950 vereint) trägt den Beinamen „Kloster- und Gerberstadt“. In Kirchhain steht das nach eigener Angabe einzige Weißgerbermuseum Europas, untergebracht in einer Gerberei von 1753 (Potsdamer Straße 18). Ein lohnendes Ausflugsziel auf den Spuren von Louis, Hermann und Richard.
- Die Studie „Die Entwicklung der Weißgerberei“ (1913) beschreibt Kirchhain als Ort, an dem es „fast nur Gerber gibt“. Sie ist digitalisiert bei EconBiz.
Offene Spuren für die weitere Forschung
- Gotthelf Ernst Mirring, geboren 9.6.1874: Im Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Standort Dessau) liegt eine Akte von 1903 bis 1939 unter seinem Namen (Signatur G 13, Nr. 955). Der Name ist selten, eine Verwandtschaft ist möglich, aber unbelegt. Zum Archiveintrag
- Kirchenbücher Kirchhain (Niederlausitz): Sie sind digitalisiert bei Archion (Kirchenkreis Finsterwalde, kostenpflichtig). Für Hermann (1856) und Richard (1865) passt der Band Taufen 1855–1873, für die Heirat von Louis und Wilhelmine Trauungen 1799–1871, für den Tod von Louis Bestattungen 1852–1884. Achtung: Nicht mit dem gleichnamigen Kirchhain in Hessen verwechseln.
- Auswanderung 1928: Passagierlisten können Schiff, letzten Wohnort und Kontaktperson in Amerika von Theo und Rosa belegen, z. B. die New-York-Einreiselisten bei FamilySearch (kostenlos). Danach lohnen sich die US-Volkszählungen von 1930, 1940 und 1950, auch für Emma, Ernst und Rudolf. Bei der Suche auch die Schreibweisen Miring und Mirrung probieren.
- Stadtarchiv Wasserburg am Inn: Sterbeeintrag, Melderegister, Adressbücher und Gewerbeakten zu Hermann Mirring. Die Akte II2440 behandelt „das ehemalige Mirring'sche Fabrikgebäude Rosenheimer Straße Nr. 2 sowie die Konkursmasse Mirring, 1919–1929“. Das Historische Lexikon Wasserburg bestätigt Übernahme 1918, Ausbau bis 1923 und Konkurs 1924.
- Arnstein: Der Heimatforscher Günther Liepert hat Häuser, Vereine und Familien der Stadt aufgearbeitet; mehrere seiner Aufsätze erwähnen Richard, Katharina, Theo und Alfred Mirring sowie Schuhmachermeister Anton Merklein (liepert-arnstein.de). Melde- und Familienunterlagen verwahrt das Stadtarchiv Arnstein.
- Australien: Theos Internierung im Ersten Weltkrieg ist im Nationalarchiv Australiens belegt (Serie D3597, Nr. 3354, Erkennungsfotos des Lagers Liverpool), recherchierbar über RecordSearch.
- Amerikanische Zweige: Ein US-Namensindex führt Rudolf Mirring (24.07.1904 – 03.1974) und eine Irene Mirring (17.02.1905 – 10.1976) in Pine Bush, Orange County (New York). Laut Chronik (S. 13) war Irene geb. Janschewski zuerst mit Ernst verheiratet, der mit seiner Farm in Pine Bush lebte; nach Ernsts Unfalltod heiratete sie Rudolf, der 1974 an derselben Stelle tödlich verunglückte. Damit sind die Pine-Bush-Einträge zugeordnet. Eine Bremer Passagierliste vom 16.09.1930 nennt eine verheiratete Irene Mirring (24) mit Ziel Philadelphia (Bremer Passagierlisten). Weitere US-Familien Mirring – Herman (1906–2009) und Mildred (1913–2009) in Teaneck (New Jersey) sowie Alfred Rudolph (1916–2012, geboren in New York) – sind bisher keiner Linie zugeordnet; die Vornamen erinnern allerdings an Hermann, Alfred und Rudolf. Weitere Quellen: US-Volkszählung 1950, New York State Vital Records.
- Pfarrei Heidingsfeld (Würzburg): Hier finden sich Einträge zu Christian und Barbara Dietz sowie zu Elisabeth und Josef Hofmann, und hier lässt sich auch das doppelte Geburtsdatum 02.07.1830 klären. Die katholischen Kirchenbücher des Bistums Würzburg werden schrittweise kostenlos bei Matricula veröffentlicht. Vollständig einsehen kann man sie im Diözesanarchiv Würzburg (Domerschulstr. 17). Wichtig: Die Würzburger und Heidingsfelder Standesamtsregister von 1876 bis 1945 wurden 1945 zerstört. Ersatzquellen sind die Familienstandsbögen und Familienbücher Heidingsfeld im Stadtarchiv Würzburg. Bei den Kirchenbüchern ist vor allem die katholische Pfarrei St. Laurentius zu prüfen.
Dokumente
Urkunden, Chronikseiten, Fotos und Briefe aller Familien an einem Ort. Wähle eine Familie, um nur ihre Dokumente zu sehen.
Familienbereich
Lebende Angehörige sind geschützt und nur für freigegebene Familienmitglieder sichtbar.
Lebende Angehörige
Datenschutz
Diese Website ist ein privates, nicht kommerzielles Familienprojekt.
Was wir veröffentlichen
Öffentlich sind nur Angaben zu verstorbenen Personen oder zu Personen, deren Geburt mehr als 110 Jahre zurückliegt. Daten lebender Angehöriger stehen ausschließlich verschlüsselt (AES-256) im Familienbereich und sind ohne Familienpasswort nicht lesbar.
Was beim Besuch passiert
- Die Seite wird von Cloudflare Pages ausgeliefert. Cloudflare verarbeitet dabei technisch notwendige Verbindungsdaten wie die IP-Adresse, um die Seite auszuliefern und vor Angriffen zu schützen.
- Es gibt keine Cookies, kein Tracking, keine Analyse-Tools, keine Werbung und keine extern geladenen Schriften.
- Familienkonten: Wer Zugang anfragt, gibt Name, E-Mail-Adresse und einen kurzen Hinweis zur Verwandtschaft an. Diese Angaben und die Familiendaten speichert der Dienst Supabase (Serverstandort Frankfurt am Main) ausschließlich, um den Zugang zu prüfen und zu ermöglichen. Konten können jederzeit gelöscht werden. Die Anmeldung wird technisch notwendig im Browser gespeichert.
- Wenn du „Auf diesem Gerät merken“ wählst, speichert dein Browser das Familienpasswort lokal. Mit „Wieder sperren“ wird es gelöscht.
Korrektur und Löschung
Wer sich selbst oder Angehörige hier findet und eine Änderung oder Entfernung wünscht, wendet sich bitte an die Familie Mirring. Wir setzen das umgehend um.